Nitrolympx Review 2009

Nitrolympix 2009 Review:

Alles in allem eine gelungene Veranstaltung. Warum fragt man sich, ganz einfach. Das Wetter war perfekt. Aus Fahrersicht lief die Veranstaltung entspannt und gut organisiert ab, es gab keinen Grund unzufrieden mit der Organisation des sportlichen Ablaufes zu sein.

Aus Zuschauersicht fand man volle Startfelder in allen Klassen vor, die sich ohne große Pausen auf der Strecke in spannenden Duellen maßen. Die Nightshow am Samstag als Bonus mit Top Fuel Läufen in der Dunkelheit, Rocket Bike Rekord von Erik Teboul und vielen Showpunkten mehr. Das prallgefüllte Stadion kochte. Alles in allem kann man nur sagen, weiter so, dann klappt das auch mit den nächsten 24 Jahren Nitrolympx.

Zum sportlichen Teil der Veranstaltung:

Junior Dragster. auch hier haben die einheimischen Piloten und Pilotinnen gelernt der Ausländischen Konkurrenz die lange Nase zu zeigen. War man in den vergangenen Jahren nach der ersten Runde oft nur Zuschauer gab es bei starker internationaler Konkurrenz ein rein Deutsches Finale. Im Halbfinale standen sich Lisa Selles aus NL und Thomas Weikum gegenüber. Lisa Selles unterbot ihren 8.05er Index um nicht mal 2/100stel wohingegen Thomas gute 9/100stel auf der guten Seite seines Indexes war und somit im Finale stand.

Die JD qualifizieren sich anders als die anderen Klassen über die Reaktionszeiten (das ist die gute JD Schule was viele JD Piloten später zu gefürchteten Gegner an der Ampel macht) und im Rennen wird per Bracket Regelung gefahren. Das garantiert einen fairen und spannenden Wettkampf der 7 bis 16jährigen. Lena Romahn hatte leichtes Spiel gegen den Schweizer Noah Stutz vom Team Erbacher, er baute ein Rotlicht und der Weg war frei für das rein deutsche Finale.

Die anderen Deutschen Starter waren wie folgt. Carlo Heym von den Mopar Rebellions in seiner letzten JD Saison ever (er passt nicht mehr in den Dragster hinein) schied in Runde 2 gegen Noah Stutz aus. Pirmin Schmid musste sich in Runde 2 Lena Romahn geschlagen geben. Sally Ekerst schied in Runde 2 gegen den späteren Gewinner Weikum aus. Somit habe ich das Endergebnis schon vorweg genommen. Thomas Weikum gewinnt, er war schneller an der Ampel und dichter an seinem Index. Gratulation alles Teilnehmern, besonders den zwei Finalisten.

In der Klasse Super Gas Qualifizierten sich 16 Teilnehmer aus einem Pool von 28 Fahrern, da war es in der Qualifikation schon extrem spannend, wer wie dicht an den 9.90 Sek. heranfahren kann. In einer spannenden Elimination siegte der Überglückliche Berliner Junge Guido Uhlir verdient vor Mike Poser vom Dragraceteam Schönow. Mike machte einen Fehler beim stagen und somit gewann Guido schon vor dem Start den Lauf. Annett Müller von dem Dragraceteam Potsdam kam ebenfalls wie Werner Zudrell ins Halbfinale.

In der Klasse Public Race mit dem 12.00 Sek. Index setzte sich der rote Camaro von Marcus Himmler bis ins Finale durch. dort traf er auf Markus Stegbauer im Fronttriebler Golf mit Turboaufladung. Meines Wissens ist dies das erste Mal das ein Fronttriebler bei den Nitros in dieser Klasse im Finale steht, und dann, er gewinnt durch Rotlicht des V8 Vertreters.

Super Street Bikes, 41 Teilnehmer auf ein 32er Feld, die Deutsche Fraktion deckt sich mittlerweile auch mit brandaktuellem Material ein. Der Joker Thomas Granica zum Beispiel schaffte an diesem WE die erste 7 Sek. Zeit eines Deutschen auf Deutschem Boden. Kurz danach machte es ihm Martin Klug mit seinem neuen Big CC Bike nach. Das reichte für Platz 6 und 11 in der Quali. Im Rennen In Runde 2 dann das Aufeinandertreffen der beiden Deutschen, T. Granica konnte den Lauf für sich entscheiden, schied dann aber knapp in der Runde der letzten 8 gegen Scott Baldwin aus.

Das Finale gewann Richard Stubbins gegen Phil Wood, erwartungsgemäß waren zwei Briten im Finale, aber man konnte ganz klar feststellen das Kontinentaleuropa, darunter auch Deutschland Geld in die Hand nimmt und das damit erworbene Material langsam auch mit flotten Zeiten auf dem Strip bewegt.

Pro Bike Eliminator, die Klasse die Pro Stock Bikes und Funnybikes vereint. Saugmotoren gegen Turbo oder Lachgas aufgeladene 4 Zylinder Motorräder.

2008 konnte sich Christian Jäger gegen Len Paget durchsetzen. Dieses Jahr trafen die beiden qualifizierten deutschen Vertreter, Jäger und Rose, gleich in Runde eins aufeinander. Jäger konnte sich durchsetzen und es kam in Runde 2 zur Revanche des Finales von 08. Paget konnte sich diesmal durchsetzen und stand gegen den Griechen Bousinis im Finale, welches er mit 3/10tel Sekunden für sich entscheiden konnte.

Die 2 und 4 Zylinder Nitro Bikes fuhren gemeinsam in einer Klasse einen Cannonbal aus. Es gab 4 Vorläufe, von denen die Zeiten addiert wurden, und die beiden Fahrer mit der niedrigsten Gesamtlaufzeit standen sich dann im Finale um den Klassensieg gegenüber. Der Amtierende Top Fuel Bike Europameister Ian King traf auf den amtierenden Super Twin Top Fuel Meister Lo Stäuble. Leider gewann King durch einen Byerun, da Lo’s Dragster nach dem Burnout den Dienst quittierte.

Competition Car’s, hier gab es viele spannende Duelle und großartige Fahrzeuge zu bestaunen. Alleine schon der Gewinner, der Schwede Lundkvist mit seinem Smallblockturbo Pickup. Aus Mangel an Motorraum ist dort der Turbo auf der Ladefläche verbaut und die Abgasleitung geht wie ein dickes Ofenrohr mitten durch die Fahrerkabine. Er gewann gegen Robin Sattler. Im Halbfinale mussten sich Patrizia Kästner (Rotlicht) und Stefan Winter mit dem Flügeltür Mercedes geschlagen geben.

In der Klasse Pro Stock konnte sich der Deutsche Vertreter Harry Sturhan zum ersten Mal in seiner Karriere in das Feld Fahren. In Runde eins war aber bereits Schluss für ihn. Jimmy Alund sicherte sich durch seinen ungefährdeten Sieg in dieser Klasse den fünften EM Titel in Folge, und das bereits vor dem letzten EM Lauf. Richard Sundblom verschenkte seine Chancen auf den sieg bereits an der Ampel mit einem Rotlicht.

Super Twin Top Gas Euroserie. Für Bernd Niessen war in Runde 2 Schluss, für Cord Albers im Halbfinale. Gerd Jan Lasseur aus Belgien gewann vor Thiel Jesper.

Lasseur wird mit seinem Motorrad beim letzten EM lauf in Santa Pod in der Klasse der Pro Stock Bikes antreten, das wird die Konkurrenz ganz schön beleben.

Top Methanol Funnycar. Jürgen Nagel konnte seinen Finaleinzug vom letzten Jahr diesmal nicht wiederholen, er schied mit Motorenplatzer in Runde ein aus. Dany Bellio verlor das Finale durch Rotlicht gegen Dan Larssen.

Soweit zum Sportlichen Teil der Veranstaltung, am Samstagabend erlebte das Motodrom erneut eine Nightshow, welche dieser Veranstaltung für so viele Besucher mit ausmacht. Feuershow, Jet Dragster, Feuerwerk, Rocket Bike, Hot Rod Parade, Burnout Contest und vieles mehr wurden in den zwei Stunden dargeboten.

Das Motodrom Platzte aus allen Nähten und zum Höhepunkt kamen wie immer die Top Fuel Dragster auf die Strecke und erleuchteten die Arena und vor allem die Gesichter der geneigten Fans.

Ich persönlich freue mich schon auf 2010 zur 25ten Ausgabe der Veranstaltung im Motodrom zu Hockenheim auf der Rico Anthes Quartermile.

Markus Münch (Text und Bild)

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One Response to “Nitrolympx Review 2009”

  1. Stefan says:

    Wow! Super Fotos, danke dafür!